Hausmittel gegen Schweiß

Frühling und Sommer kommen, Temperaturen steigen – und dazu kommt meistens auch der Schweiß. Zwar braucht unser Körper diese Funktion, um sich selbst zu kühlen. Unangenehm ist die ungewünschte Schweißbildung häufig aber trotzdem. In diesem Artikel zeigen wir einige natürliche Hausmittel, die gegen eine zu starke Schweißbildung helfen!

Es beginnt mit der Kleidung
Versuchen Sie, bei hohen Temperaturen auf Baumwollkleidung zu verzichten. Ja, das ist natürlich nicht einfach – doch der Stoff nimmt Schweiß besonders gut auf und lässt ihn dann auch nicht mehr los. Dies führt zu der unangenehmen Geruchsbildung durch Schweiß. Nutzen Sie stattdessen beispielsweise Leinenstoffe oder auch atmungsaktive Funktionstextilien. Diese sind meist deutlich teurer, aber sie verhindern, dass sich Schweiß in Ihrer Kleidung festsetzt. Nicht umsonst werden Sie beispielsweise nie einen Leistungssportler sehen, der in Baumwollkleidung arbeitet.

Haben Sie die richtige Kleidung gewählt, ist Ihr eigener Körper die nächste Baustelle. Wenn Sie Duschen oder Baden führen die hohen Temperaturen dazu, dass sich die Poren Ihrer Haut öffnen. Schweiß kann dadurch einfacher austreten. Verwenden Sie Deo & Co. also am besten sofort, wenn Sie mit der Körperpflege fertig sind. Dadurch verengen Sie die Poren wieder und Schweiß tritt weniger intensiv aus. Ebenfalls sehr hilfreich, aber deutlich schwieriger umzusetzen, ist die Gewichtsabnahme: Fettschichten speichern die Hitze im Körper. Dieser reagiert sofort und kurbelt die Schweißproduktion an, um die Körpertemperatur abzusenken. Je weniger „unnötigen Ballast“ Sie mitnehmen, desto weniger schwitzen Sie auch.

Effektive Hausmittel gegen Schweiß
Sind Körper und Kleidung auf eine möglichst geringe Schweißbildung ausgerichtet, sind Hausmittel der nächste Schritt. Vorab sei angemerkt, dass nicht jeder dieser Tipps bei Ihnen helfen wird. Jeder Körper reagiert anders auf bestimmte Arznei- und Hilfsmittel. Sie sollten daher ein wenig experimentierfreudig sein und verschiedene Ansätze ausprobieren, bis Sie etwas gefunden haben, das die Schweißbildung bei Ihnen zuverlässig verhindert. Los geht’s:

1. Apfelessig
Dieses altbekannte Hausmittel tragen Sie vor der nächtlichen Bettruhe auf diejenigen Stellen auf, die Ihnen besonders große Probleme mit einer überhöhten Schweißproduktion bereiten. Nehmen Sie sich dazu ein Hilfsmittel wie Watte, denn Sie möchten sich nicht in Apfelessig tränken, sondern die betroffenen Regionen nur ein wenig einreiben. Am nächsten Morgen duschen Sie ganz normal (nicht zu heiß, aber auch nicht eiskalt). Apfelessig wirkt auf den pH-Wert der Haut ein und geht auch gegen Bakterien vor, die möglicherweise zu Schweißbildung führen können. Reicht diese Methode bei Ihnen nicht aus, können Sie auch zwei Mal pro Tag einen Esslöffel Apfelessig mit Wasser verdünnen und trinken. Auch dann entfacht das Produkt seine Wirkung.

2. Salbei
In eine ähnliche Kerbe wie der Apfelessig schlägt auch Salbei. Es verengt Schweißdrüsen und wirkt generell schweißhemmend. Geben Sie dazu einen Teelöffel Salbeiblätter in einen Topf mit etwas Wasser und kochen Sie die Flüssigkeit auf. Anschließend lassen Sie sie abkühlen, mit einem Wattebausch tragen Sie den Salbei dann an die betroffenen Körperregionen auf. Dies ist eine sehr effektive Methode, um Schweiß zu bekämpfen. Gleichzeitig ist sie aber mit einem recht hohen Aufwand verbunden, da Sie am besten drei Mal täglich ein „Salbeibad“ nehmen sollten. Unterstützen können Sie die Wirkung in jedem Fall mit Salbeitee. Übrigens funktioniert dieser Tipp auch mit Zitronenwasser, das Sie ebenfalls direkt am Körper auftragen.

Neben diesen einfachen Hausmitteln gibt es noch zahlreiche weitere, kurze Tipps, die schnelle Linderung bringen:

– An den Händen kann Schweißbildung besonders unangenehm sein. Tauchen Sie sie mehrmals täglich in lauwarmes Wasser, damit sich die Schweißdrüsen zusammenziehen. Seife brauchen Sie    dafür nicht.
– Streichen Sie Alkohol und Nikotin aus Ihrem Leben: Die Verengung der Blutgefäße durch den Konsum der beiden Mittel führt dazu, dass Ihr Körper die eigene Temperatur weniger effektiv    regeln kann.
– Schwitzen Sie, um weniger zu schwitzen: Ein Besuch in der Sauna reinigt den Körper einmal komplett. Ihr Körper wird in den folgenden Tagen weniger häufig das Bedürfnis verspüren, sich    selbst durch Schweiß reinigen zu müssen.
– Stark gewürztes Essen führt bei vielen Personen ebenfalls zu Schweißbildung. Verzichten Sie auf zu viel Pfeffer, Chili, Peperoni und ähnliche Beigaben in Ihren Speisen.
– Essen Sie gesünder: Weniger Fett im Essen beispielsweise führt dazu, dass Sie abnehmen. Geringere Mengen an künstlichen Stoffen sorgen dafür, dass Ihr Körper seltener „Reinigungsschweiß“  produzieren muss.

Zu guter Letzt kann Schweiß aber auch ganz unabhängig vom körperlichen Befinden auftreten – und zwar durch Ihren Kopf.

Psychische Gründe für zu viel Schweiß
Menschen, die Angst davor haben, zu schwitzen, werden durch diese Angst noch mehr schwitzen. Ein ärgerlicher Kreislauf, der nicht einfach zu durchbrechen ist. Wenn es bei Ihnen Ausmaße annimmt, die nicht mehr mit einfachen Hausmitteln zu bekämpfen sind, sollten Sie sich professionelle Hilfe in Form einer Therapie suchen. Auch dann dürfen Sie nicht davon ausgehen, nach wenigen Stunden bereits die Lösung in den Händen zu halten. Versuchen Sie, so viele entspannende Minuten wie möglich in Ihren Tag zu integrieren – und denken Sie daran, dass Schweißbildung etwas völlig Normales ist. Kombinieren Sie die Erfahrungen einer Therapie mit den hier genannten Hausmitteln, um schnell erste Erfolge zu sammeln.

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