Warum wir schwitzen

Warum wir schwitzen

Schwitzen ist ein ganz natürlicher und notwendiger Vorgang, trotzdem kann dies für viele Menschen lästig sein. Vor allem Achselschweiß und Ausdünstungen an anderen behaarten Körperstellen sind in puncto Geruch und Optik – etwa Schweißflecken unter den Armen – häufig sehr unangenehm und stoßen bei anderen Menschen schnell auf Ablehnung.

Wie entsteht Schweiß?

Jeder Mensch besitzt über den ganzen Körper verteilt etwa zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen. Je nach Außentemperatur, Flüssigkeitsaufnahme und körperlicher Anstrengung schwitzen wir jeden Tag mehr oder weniger Wasser aus. Der wesentliche Zweck des Schwitzens ist die Kühlung des Körpers und die Aufrechterhaltung einer nahezu konstanten Temperatur, die für uns lebenswichtig ist. Darüber hinaus dient die Funktion der Abwehr schädlicher Keime sowie dem Aufbau und Erhalt des Säureschutzmantels auf der Haut. Entgegen landläufiger Meinungen hilft Schwitzen aber nicht bei der Entgiftung. Dies geschieht im Wesentlichen über den Verdauungsapparat.

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Schweißdrüsen, die als ekkrin und apokrin bezeichnet werden. Die ekkrinen Drüsen finden sich auf der gesamten Hautoberfläche, die apokrinen nur an behaarten Hautpartien wie Achseln, Genitalien und rund um die Brustwarzen. Die größte Dichte an Schweißdrüsen haben die Fußsohlen mit mehr als 600 Drüsen pro Quadratzentimeter. Dort entstehen auch die stärksten Gerüche auf Grund von Schweißbildung.

Was kaum jemand weiß: Der Schweiß selbst besteht zu 98 bis 99 Prozent aus Wasser und ist völlig geruchlos. Der typische Schweißgeruch entsteht erst durch Bakterien, die sich auf der Haut oder in der Kleidung tummeln, sowie durch Produkte des Stoffwechsels wie Fettsäuren, Sexualhormone und andere.

Manche Menschen schwitzen mehr als andere

Bei manchen Menschen ist der natürliche Schwitzvorgang gestört. Diese Störung kann durch zu viel Stress, Alkohol oder Nikotin, aber auch durch das Krankheitsbild der Hyperhidrose, der übermäßigen Schweißbildung hervorgerufen werden. Die Auswirkungen sind beispielsweise große Flecken unter den Armen durch starken Achselschweiß, einhergehend mit unangenehmem Geruch. Betroffene Personen fühlen sich dadurch oft ausgegrenzt. Für sie gilt es besonders, sich die folgenden Tipps zu Herzen zu nehmen bzw. sich kompetenten Rat bei einem Hautarzt einzuholen.

Was man gegen Achselschweiß & Co. tun kann

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, etwas gegen Achselschweiß und seine ungeliebten Verwandten zu unternehmen. Dazu zählt als wichtigster Punkt eine gründliche und regelmäßige Körperpflege. Sie verringert zwar nicht das Schwitzen selbst, aber man erreicht dadurch, dass sich weniger Bakterien und Stoffwechselprodukte auf der Haut befinden, die den unerwünschten Geruch erst erzeugen.

Ein weiterer Faktor ist die Wahl der Kleidung. Experten und Mediziner empfehlen, möglichst ausschließlich Wäsche aus Naturfasern wie Baumwolle und Leinen zu tragen. Diese sind weitaus luftdurchlässiger als Kleidung aus synthetischen Stoffen. Dadurch sorgen sie nicht nur für eine bessere Kühlung, sie „speichern“ auch weniger Bakterien und verringern dadurch die Geruchsbildung. Nicht zuletzt hilft auch die Entfernung von Körperhaaren, hauptsächlich unter den Achseln.

Nach der Körperwäsche sollte man zum Beispiel gegen Achselschweiß ein effektives Deodorant oder Anti-Perspirant auftragen. Letzteres reduziert die Schweißbildung und somit auch die Entstehung des lästigen Geruchs. Salben und Cremes hingegen decken die Haut – und damit auch die Schweißdrüsen – ab, ohne Luft durchzulassen, so dass man am Ende noch mehr schwitzt.

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